Masterarbeiten

An der Abteilung sind stets Masterarbeiten zu vergeben, Anfragen können jederzeit an Prof. Mast gerichtet werden.

Aktuelle Angebote für Masterarbeiten:

 

Augenbewegungen im mentalen Zeitraum

Der Mensch hat die Tendenz, ordinale Information räumlich entlang einer mentalen Linie zu repräsentieren. Dies gilt auch für zeitliche Ereignisse: Wir assoziieren Dinge aus der Vergangenheit eher mit links, und Dinge aus der Zukunft eher mit rechts. Diese räumlichen Bezüge werden zum Beispiel durch unsere Augen ausgedrückt. In früheren Studien konnten wir zeigen, dass man eher nach links schaut, wenn man an die Vergangenheit denkt, und nach rechts, wenn man an die Zukunft denkt. Offen bleibt, welche Rolle diese Augenbewegungen spielen: Sind sie funktionell für unser Denken oder nur ein Epiphänomen? In dieser Masterarbeit soll diese Frage geklärt werden, indem Augenbewegungen während des zeitlichen Denkens mittels einer visuellen Aufgabe manipuliert werden.

Kontakt: matthias.hartmann@psy.unibe.ch

Sprache und Motorik

Unser motorisches System trägt zum Sprachverständnis bei: Wenn wir das Wort „greifen“ hören, wird das motorische Handareal im Gehirn aktiviert, oder Sätze wie „die Schublade öffnen“ können wir schneller verarbeiten, wenn wir dazu eine Armbewegung zu uns hin durchführen. Solche Interaktionseffekte zwischen Motorik uns Sprache sollen in dieser Masterarbeit weiter untersucht werden. Im Vordergrund steht dabei die Frage, ob die motorische Komponente wichtig ist für das Sprachverständnis, was vom „embodied cogniton“-Ansatz behauptet wird. Diese Fragestellung kann auf der Ebene von motorischen Handbewegungen, oder auch auf der Ebene der Artikulation (Zunge und Lippenbewegungen) angegangen werden.

Kontakt: matthias.hartmann@psy.unibe.ch

Die Rolle von Körper-Bewegungen beim Erinnern: Eine virtual reality (VR) Studie

Kann die Gedächtnisleistung durch Körper-Bewegungen gesteigert werden? Dieses Projekt strebt die Untersuchung des Zusammenhangs zwischen Bewegungen und dem Abrufen von Erinnerungen von Objekten an. Dieser Zusammenhang wird anhand Experimenten untersucht, die im VR-Labor unserer Abteilung stattfinden. Im VR-Labor werden die Probanden ein stereoskopisches 3D-Display auf dem Kopf tragen, welches ihnen die Sicht auf und Interaktion mit computer-generierte virtuelle Szenen, Objekten und Avatars ermöglicht.

Basierend auf dem Konzept der «Embodied Cognition» geht man davon aus, dass Wissen und Bedeutung in sensomotorischen Erfahrungen verankert sind und körperliche Aktivität laufend zur Kognition beiträgt. Wenn diese Auffassung stimmt sollten Bewegungen mit Erinnerungen assoziiert sein und somit den Abruf von Erinnerungen beeinflussen.

Der Vergleich der Effekte von unterschiedlichen Manipulationsweisen (z.B. freie Körper-Bewegungen vs. keine Bewegungen) ist ein entscheidender Schritt um zugrundeliegende kognitive Mechanismen des Gedächtnisses besser zu verstehen. Obwohl bereits gezeigt wurde, dass Körper-Bewegungen mit dem Gedächtnis assoziiert sind, bleibt die genaue Art dieses Zusammenhangs noch unklar. Daher entsteht die Notwendigkeit, die funktionale Rolle von motorischen Aktivitäten bei Gedächtnisprozessen aufzuzeigen.

Bei Interesse melden Sie sich bitte bei Sandra Chiquet und Corinna Martarelli.

Soziale Netzwerke und Glaubwürdigkeit
Untersuchung, ob sich Einschätzungen der Glaubwürdigkeit basierend auf Facebookprofilen von Einschätzungen basierend auf LinkedIn oder Xing unterscheiden.
Bei Interesse kannst du dich gern an David Weibel wenden.

Die Vermessung der Fantasie
Untersuchung des Zusammenhangs zwischen Imagination, Fantasie und Kreativität. Bei Interesse kannst du dich gern an David Weibel wenden.

Aphasie und Gestik

Liebe Masterstudierende

Wir vergeben eine Masterarbeit auf unserem Projekt zu Aphasie und Gestik (Schweizer Nationalfond
Studie). Das Ziel des Projekts ist es, den Zusammenhang zwischen Sprache und Gestik bei
Schlaganfallpatienten mit Aphasie zu untersuchen.
Wir bieten:
       ▪ Interessante Einblicke in die klinische neuropsychologische Forschung (Erhebung und Auswertung von eye-tracking Daten)
       ▪ Mitarbeit im Team (inkl. Austausch an interdisziplinären Labmeetings)
       ▪ Arbeitsplatz in unserem Forschungslabor
Anforderungen:
       ▪ Psychologie-Student/In im Masterstudium, von Vorteil mit Hauptmodul Neuropsychologie (APN) und/oder Kognitionspsychologie (KWM)
       ▪ Interesse an empirischem Arbeiten
       ▪ Genaue und exakte Arbeitsweise
Zeitraum:
       ▪ nach Vereinbarung

Für Fragen oder weitere Informationen meldet euch bitte bei Basil Preisig.
Beste Grüsse
Basil Preisig, PhD
Departments of Neurology and Clinical Research
Perception and Eye Movement Laboratory
http://www.eyelab.dkf.unibe.ch/