Forschung

Die kognitive Psychologie erforscht die Grundlagen verschiedener geistiger Fähigkeiten wie z. B. das Vorstellungsvermögen, Aufmerksamkeit, Wahrnehmung, Schlussfolgern und Problemlösen. Neuere Forschungen zeigen auf, dass auch emotionale und motorische Faktoren zum Verständnis kognitiver Prozesse beitragen. Die kognitive Psychologie ist insbesondere mit den Computer- und Neurowissenschaften interdisziplinär verankert und leistet wichtige Beiträge für andere Forschungsfelder (z. B. Ergonomie, Didaktik).

Die Forschungsausrichtung ist experimentell und die Abteilung verfügt über eine vielseitig einsetzbare Laborinfrastruktur. Dazu gehören Geräte zur Blickregistrierung, ein dreidimensionaler Bewegungssimulator sowie ein Labor zur Erzeugung virtueller Realitäten. Die gegenwärtigen Forschungsthemen umfassen u.a. das visuelle und motorische Vorstellungsvermögen, die Identifikation mit Avataren oder die Immersion in virtuelle Realitäten, die Wahrnehmung von Gesichtern einschliesslich des emotionalen Ausdrucks sowie elementare visuelle Wahrnehmungsforschung und die visuell-vestibuläre Interaktion. Unsere Forschung wird regelmässig vom Schweizerischen Nationalfonds unterstützt und ist in mehrere internationale Kollaborationen eingebunden.

Die Abteilung ist zudem für die statistische Grundausbildung verantwortlich. Auf Masterniveau sind zudem neuartige und spezielle Forschungsmethoden Teil des Ausbildungsprogramms (z. B. web-basierte Datenerhebung). Eine methodisch fundierte Ausbildung ist für die berufliche Qualifikation genauso wichtig wie ein gut ausgeprägtes Gespür für interessante Anwendungsmöglichkeiten. Letztere spielen in der Abteilungsforschung eine wichtige Rolle und werden gegenwärtig in Form von markt- und verkehrspsychologischen Projekten sowie in der medizinischen Diagnostik umgesetzt. Auf Masterniveau werden regelmässig Lehraufträge von praktisch tätigen Psychologinnen und Psychologen gehalten. Ausbildungsziel der Abteilung „Kognitive Psychologie, Wahrnehmung und Methodenlehre“ sind Psychologinnen und Psychologen, die über ein solides methodisches Wissen verfügen und dieses flexibel auf eine Vielfalt psychologischer Fragestellungen anwenden können.